Klasse 7/2 im Workshop
Kurz noch ein Video ansehen, schnell auf die Nachricht im Klassenchat antworten - und schon ist eine Stunde vergangen: Social Media gehört für viele Jugendliche zum Alltag, kann aber auch ganz schön anstrengend sein. Wie sich das ändern lässt, erkundete die Klasse 7/2 am 30. Oktober in einem dreistündigen Workshop mit Marie-Therese Stedry von Waldspatz-Medien.
Das Angebot fand im Rahmen der Thüringer Aktionstage für Medienbildung statt.Zum Einstieg gestalteten die Schülerinnen und Schüler Namensschilder mit drei Hashtags, die zu ihnen passen. Danach ging es um die Frage, welche Plattformen sie nutzen. Die Antworten fielen teilweise überraschend aus. Außerdem lernte die Klasse Messenger kennen, die kaum jemand kannte und die datenschutzfreundliche Alternativen zu den bekannten Diensten sein können, zum Beispiel Signal und Threema. Auch im weiteren Verlauf gab Frau Stedry immer wieder Tipps und interessante Informationen.Doch was brauchen wir eigentlich, um uns wohlzufühlen?
Anhand verschiedener Gegenstände erarbeitete die Klasse zehn Grundbedürfnisse des Menschen, darunter Essen, Licht, Beziehungen und Psychohygiene. Mit Psychohygiene ist alles gemeint, was uns hilft, seelisch gesund zu bleiben, etwa Pausen, ein guter Umgang mit Belastungen oder ein Ausgleich zum Alltag. Anschließend brachten die Jugendlichen die Bedürfnisse in eine Rangfolge und überlegten, wie Social Media sie jeweils beeinflusst.
Dabei zeigte sich, dass die Antwort selten nur „gut“ oder „schlecht“ lautet. Wer abends im Bett ins Doomscrolling gerät, also endlos durch meist negative Inhalte scrollt, bringt sich um wertvollen Schlaf. Sport-Apps oder Pokémon Go können dagegen zu mehr Bewegung motivieren.Anschließend überlegten die Jugendlichen in Gruppen, was sie an Social Media stresst, und setzten sich auf kreative Weise damit auseinander: Sie gestalteten dazu eigene Memes. Dieser Teil machte der Klasse besonders viel Spaß und sorgte für gute Unterhaltung.
Zum Schluss gab Frau Stedry den Schülerinnen und Schülern zehn Tipps für einen stressfreieren Umgang mit Social Media mit auf den Weg.
Die Rückmeldungen an die Referentin fielen durchweg positiv aus. Herzlichen Dank an Frau Stedry für diesen abwechslungsreichen Vormittag.